(mw). Die Saisonvorbereitung der Nördlinger JBBL-Mannschaft geht nun langsam in die heiße Phase: Am 25. Oktober ist Saisonauftakt gegen Urspring. Dementsprechend intensiver wird nun im Training gearbeitet. Nebenbei bestreiten die jungen Nachwuchsbasketballer fast jedes Wochenende ein Testspiel, um das im Training Erlernte auch im Spiel umsetzen zu können.
SSV Schrobenhausen (U18/U20) – TSV Nördlingen Team Schwaben 64:76 (18:28)
Gleich in der ersten Woche nach den Sommerferien stand schon das erste Testspiel für die Nördlinger JBBL-Mannschaft auf dem Programm. Zu Gast war man in Schrobenhausen, die mit einer Mischung aus U18 und U20 Spielern antraten.
Die Nördlinger konnten von Beginn an ihre Schnelligkeit und technischen Stärken ausnutzen und sich schnell einen kleinen Vorsprung erarbeiten (4:10). Erst allmählich fanden die von Theo Lang betreuten Schrobenhausener ins Spiel und konnten ihrerseits ihre körperliche Überlegenheit in Punkte ummünzen. Gerade beim Rebound hatten die Rieser immer wieder Probleme ihre Gegner, welche teilweise knapp zwei Meter großer waren, vom Brett fern zu halten. Bis zur Halbzeit (18:28) schafften es die Rieser daher auch nicht mehr sich nennenswerter abzusetzen.
Nach Seitenwechsel dominierten wieder die TSV-ler das Spielgeschehen. So langsam hatte man sich an die etwas körperbetonte Spielweise der Schrobenhausener gewöhnt und hielt dementsprechend dagegen. Durch gute Defense und viele Fastbreaks konnte man sich Punkt für Punkt absetzen (26:43). Nach dem dritten Viertel (32:50) machte sich so langsam ein Kräfteverschleiß bei den Riesern bemerkbar, weshalb die Schrobenhausener den Vorsprung etwas verkürzen konnten. Im fünften Spielabschnitt – man hatte sich vor Spielbeginn darauf geeinigt 5x 10 Minuten zu spielen – waren beide Mannschaften einander ebenbürtig. Hier bot sich für beide Teams vor allem die Möglichkeit nochmals viel zu rotieren, um allen Spielern eine angemessene Spielzeit geben zu können.
Mit den gezeigten Leistungen im ersten Testspiel können die Trainer Klaus Dorsch und Matthias Wallimann durchaus zufrieden sein. Zwar haben sich gerade was das Zusammenspiel im Angriff angeht Schwächen offenbart. Zudem ist die Aggressivität in der Defense noch ausbaufähig. Aber es war klar, dass nach einer Woche gemeinsamen Training noch nicht alles klappen würde.
Es spielten: Johannes Sigg 11 (1 Dreier), Felix Leitner 5, Joseph Palackal 4, Maximilian Gentner 7, Philipp Babsch 2, Robin Seeberger 6, Michael Dorsch 9 (1 Dreier), Manuel Bostanci 1 (7 Rebounds), Joschka Ferner 6, Markus Fleege 16 (12 Rebouns), Dominik Möwes und Florian Gerressen 9 (4 Steals, 3 Blocks).
Basketballakademie Ulm – TSV Nördlingen Team Schwaben 66:100 (31:31)
Am vergangenen Wochenende folgte gleich das nächste Vorbereitungsspiel, diesmal gegen die Basketballakademie Ulm, einen direkten JBBL-Gruppengegner. Dieser Test sollte zudem auch einen ersten Eindruck über die Leistungsstärke der Nördlinger abgeben. Im Training hatte man an den Schwächen, die sich im Spiel gegen Schrobenhausen gezeigt hatten, gearbeitet, weshalb man zuversichtlich in die Partie gehen konnte.
Zwar erzielten die Nördlinger die ersten Punkte der Partie (0:4), wovon die Ulmer jedoch unbeeindruckt blieben. Nach ein paar Minuten starteten sie einen 8:0-Lauf und zogen ein bisschen davon. Die Rieser taten sich im ersten Viertel vor allem mit der aggressiven Verteidigung der Donaustädter schwer, sodass man diesen Spielabschnitt letztendlich mit 17:10 abgeben musste. Im zweiten Viertel hingegen fand man besser ins Spiel, erhöhte selbst das Tempo und konnte den Gastgebern Paroli bieten. Durch viele Schnellangriffe kam man zu einfachen Punkten und schaffte es sogar bis zur Halbzeit noch auszugleichen.
Nach Seitenwechsel begann ein offener Schlagabtausch beider Teams, wobei sich niemand nennenswert absetzen konnte. Während die Ulmer hauptsächlich durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit zu Punkten kamen, so war es auf Nördlinger Seite vor allem die individuelle Stärke, meist in Person von Max Gentner, welcher offensiv nicht zu stoppen war, die sich immer deutlicher abzeichnete und die für eine kleine Führung nach den dritten Viertel sorgte (45:49). Im vierten Viertel spielten die Nördlinger den besten Basketball der gesamten bisherigen Vorbereitung. Der Offensive der Rieser hatten die Ulmer nicht angegenzusetzen und in der Verteidigung war selten ein Durchkommen. Kurz: Man dominierte das Spiel teilweise nach belieben. Ein 10:30-Viertelsieg war das Ergebnis. Im fünften Spielabschnitt, auf den man sich in der Halbzeit geeinigt hatte, änderte sich wenig am Spielbild. Nördlingen kontrollierte weiterhin das Geschehen, Ulm fiel weiter zurück. Daran änderte auch die Tatsache nichts, dass das Nördlinger Trainerduo Dorsch/Wallimann munter durchwechselte.
Der 66:100-Sieg darf aber auch nicht überbewertet werden. Beide Teams stecken noch in der Vorbereitung, sodass beim Aufeinandertreffen in der Saison die Karten neu gemischt werden. Dennoch kann man sehr stolz auf die gezeigte Leistung sein, denn mit einem solchen Auftreten der TSV-ler hatte man nicht gerechnet.
Es spielten: Johannes Sigg 6 (4 Assists), Felix Leitner 13, Joseph Palackal, Maximilian Gentner 22, Philipp Babsch 2, Robin Seeberger 11, Michael Dorsch 16 (1 Dreier, 8 Steals), Manuel Bostanci 6, Joschka Ferner 7 (14 Rebounds), Markus Fleege 5, Florian Ruf 4 und Florian Gerressen 8 (11 Rebounds).
SV Germering – TSV Nördlingen Team Schwaben 88:47 (37:25)
Am Samstag fand ein weiteres Testspiel gegen einen Mitkonkurrenten in der Gruppe Südost statt. Zu Gast war man beim SV Germering. Verletzungsbedingt musste man auf zwei Spieler verzichten und mehrer Leistungsträger wurden in der U16-Bezirksliga im regulären Spielbetrieb eingesetzt. Aber auch Germering musste auch mehrer Stammkräfte verzichten.
Nördlingen fand nur langsam in die Partie, welche die körperlich überlegenen Germeringer zu jedem Zeitpunkt unter Kontrolle hatten. Die Rieser waren stets einen Schritt zu langsam, was die Gastgeber konsequent bestraften. Insgesamt war es vor allem die fehlende Einsatz-bereitschaft auf Nördlinger Seite, die Germering so viele Punkte erlaubte. Ein kurzes Aufbäumen vor der Halbzeit (37:25) lies noch einmal Hoffnung aufkommen.
Jedoch zeigten die Nördlinger in der zweiten Hälfte keine Reaktion und Germering zog weiter davon. Viel zu früh gab man das Spiel schon verloren. Am Ende stand daher eine deutliche 88:47-Punkte Niederlage auf dem Papier. Zwar hat Germering eine gut eingespielte Mannschaft, die auch über starke Einzelspieler verfügt, allerdings darf dies keine Ausrede für das schlechte Abschneiden sein. Vielmehr muss man sich an die eigene Nase fassen und zugeben, dass man zu keiner Zeit bereit war, sich durch Kampf und Einsatzbereitschaft der Niederlage entgegen zu stellen.
Es spielten: Felix Leitner 3 (4 Assists), Joseph Palackal 1, Florian Ruf 11, Lukas Ferner, Michael Dorsch 1, Manuel Bostanci 4, Joschka Ferner 15 (9 Rebounds, 4 Steals), Dominik Möwes 3 (7 Rebounds) und Florian Gerressen 9 (7 Rebounds).
Trotz der Niederlage gegen Germering befindet sich die junge Mannschaft auf dem richtigen Weg. Ein letztes Testspiel findet noch gegen die Würzburg Baskets statt, bevor am 25. Oktober der reguläre Spielbetrieb beginnt.














