Knappe Niederlage in Donauwörth
VSC MR Plan Donauwörth – TSV Nördlingen 76:72 (42:31)
In einem spannenden und hart umkämpften Derby unterlagen die Nördlinger am Ende den Gastgebern aus Donauwörth.
Kapitän Alex Sieber eröffnete die Begegnung mit einem Dreier, in den Folgeminuten spielten jedoch hauptsächlich die Donauwörther. Von Beginn an taten sich die Rieser gegen die Zonenverteidigung sehr schwer, Würfe von außen fanden nur äußerst selten ihr Ziel. Auch schaffte man es nicht, die Defense der Gastgeber durch das sonst so erfolgreiche Fastbreakspiel zu schlagen. Dennoch blieben die Wallimann-Schützlinge dran und hielten die Partie bis zum Ende des ersten Viertels offen (20:18). Das zweite Viertel wurde vor allem von einem Namen geprägt: Robert Luxenhofer. Der Donauwörther-Routinier konnte sich immer wieder unter dem TSV-Korb durchsetzen und sorgte für eine kleine Zwischenführung (30:22). Nördlingen haderte weiterhin mit der Wurfquote, denn auch einfachste Korbleger fanden nicht ihr Ziel. Somit musste mit einem 42:31-Rückstand in die Halbzeitpause gehen.
Nach Seitenwechsel präsentierte sich dann eine völlig andere Nördlinger Mannschaft. Endlich stimmte die Intensität in der Verteidigung und im Angriff konnte durch schnelles Spiel erfolgreich abgeschlossen werden. Vor allem der starke Auftritt von Tobias Ruf und Moritz Pösl brachte die Rieser wieder zurück ins Spiel, sogar eine kleine Führung sprang heraus (46:51). Im letzten Viertel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch beider Teams, und zwar im wortwörtlichen Sinne: Viele harte und grobe Fouls auf beiden Seiten sorgten für Unruhe im Spielgeschehen. So erwischte es Moritz Pösl nach einem Foul, für das es im Fußball die rote Karte gegeben hätte, am Kiefer; wie schwer die dabei erlittene Verletzung ist, wird eine ärztliche Untersuchung ergeben müssen. Florian Sefranek erhielt bei einer einheitlichen Aktion paradoxerweise zwei Fouls (persönliches und absichtliches Foul) und kassierte auch noch ein „Technisches“, sodass für ihn die Partie mit fünf Fouls beendet war. Auch die Donauwörther mussten dem harten und unschönen Spiel Tribut zollen und verloren mehrere Spiele verletzungs- oder foulbedingt. In der Crunch-Time behielten die Gastgeber die Nerven und profitierten dabei von vermeidbaren Fehlern der Nördlinger, hatten aber auch Glück bei ihren Offensivaktionen. Die 76:72-Niederlage schmerzet daher sehr, wäre sie doch bei einer besseren ersten Halbzeit durchaus vermeidbar gewesen.
„Natürlich sind wir alle sehr enttäuscht, ein solch prestigeträchtiges Derby möchte jeder gewinnen. Die ersten 20 Minuten waren aus unserer Sicht schwach, danach konnten wir uns deutlich steigern und haben eine tolle zweite Halbzeit gespielt.“, so Alex Sieber nach der Begegnung. Coach Matthias Wallimann fügte hinzu: „Donauwörth hatte heute etwas mehr Glück, dennoch wäre die Niederlage vermeidbar gewesen. Meine Spieler muss ich aber für die gezeigte Courage in der zweiten Halbzeit loben, sie haben nie aufgesteckt. In den nächsten Wochen müssen wir wieder eine konstante Leistung über 40 Minuten zeigen, dann kommen wir auch wieder auf die Erfolgsspur zurück.“
Es spielten: Jonas Zink, Moritz Pösl 8, Tobias Ruf 7, Florian Börstler 14, Moritz Gruber, Kevin Schneider, Dominik Pausch, Florian Sefranek 12 (1 Dreier), Alexander Sieber 17 (2), Philipp Leitner, David Bouwmeester 7 und Tobias Neukamm 7.
















