19. April 2010
Souveräner Titelgewinn der männlichen Nachwuchsbasketballer
(mw). Drei Siege aus drei Spielen. So lautet die Bilanz der Nördlinger U14m bei den Südbayerischen Meisterschaften. In eigener Halle boten die Nagy/Graf-Schützlinge in allen Partien, vor allem aber im Finale gegen Rosenheim, eine tolle Leistung und sicherten sich verdient den Meistertitel.

Die siegreiche U14 nach dem Finalsieg. Foto: Szilvia Izsó
TSV Nördlingen – DJK Kaufbeuren 117:47 (57:11)
Im ersten Spiel hatten die Rieser von Beginn an keine Probleme gegen die körperlich und spielerisch unterlegenen Allgäuer. Schon nach wenigen Minuten stand es 25:0 und die Entscheidung war bereits gefallen. Dennoch blieben die TSV-ler weiterhin konzentriert und nutzten die Begegnung um sich auf die weiteren Aufgaben vorzubereiten. Dank der immer größer werdenden Führung konnte Headcoach Zoltan Nagy viel rotieren und seine Leistungsträger schonen. Dies beeinflusste den Spielfluss jedoch nicht negativ. Im Gegenteil, die jüngeren Spieler gingen äußerst engagiert zu Werke und spielten den hohen 117:47-Auftaktsieg gekonnt nach Hause.
TSV Nördlingen – MTSV Schwabing 114:53 (70:21)
Auch im zweiten Spiel zeigten die Nördlinger von Anfang an, wer der Herr im Hause ist. Obwohl Schwabing eine etwas stärkere Mannschaft als Kaufbeuren ist, so merkte man hiervon nichts. Die Ganzfeldpresse sorgte schnell für klare Verhältnisse. Vor allem Simon Brunner konnte durch seine Aggressivität viele Bälle erobern. Schon nach wenigen Minuten lagen die Rieser in Führung (16:2). Die Rebounds wurden klar kontrolliert und die Schnellangriffe wurden dank guter Übersicht von den Aufbauspielern Michael Dorsch, Jonny Tritscher und Georg Beyschlag mit einfachen Korblegern abgeschlossen. Vor allem Letzterer sprühte nur so vor Spiellaune und entzückte die Zuschauer ein ums andere mal mit tollen Assists, die des Öfteren bei Johannes Raab landeten. Nachdem die Partie zur Halbzeit schon entschieden war (70:21), wurden in den letzten 20 Minuten die Leistungsträger erneut geschont. In der zweiten Halbzeit übernahmen dann wieder die jüngeren Spieler um David West, Jakob Groß und Fabian Pfitzer das Kommando.
Mit dem zweiten Sieg war die Qualifikation für die Bayerische Meisterschaft bereits in trockenen Tüchern. Die Entscheidung um den Südbayerischen Meistertitel sollte nun im Sonntagsspiel gegen Rosenheim fallen.
TSV Nördlingen – DJK SB Rosenheim 95:80 (46:37)
Mit personellen Veränderungen musste man am Sonntag ins Finale gehen. Zoltan Nagy war mit der WNBL unterwegs, sodass Martin Graf nun die Leitung auf der Bank übernahm. Zudem musste man auf die Konfirmanden Brunner und Raab verzichten.
Nervös begannen die Nördlinger das Finale, welches Rosenheim mit einem Dreier eröffnete (0:3). In den Anfangsminuten konnte dann Michael Dorsch seinen Gegner mehrmals im 1-1 schlagen und hielt seine Mannschaft im Spiel. Aber die Rosenheimer blieben unbeeindruckt. Vor allem die beide Bayernauswahlspieler Sebastian Schmitt und Elias Weigel zeigten ihre Scoringqualitäten und sorgten für eine ausgeglichene Partie. Selbst neun Punkte in Folge von Joschka Ferner, der an diesem Nachmittag nicht zu halten war, konnten den 19:21-Viertelrückstand nicht verhindern. Nach einer motivierenden Ansprache von Coach Martin Graf legten die TSV-ler nun endlich die Nervosität ab und zeigten ihr Können. Schnelles Fastbreak-Spiel führte nun zu einfachen Punkten. Als dann noch der frech aufspielende Jan Grempels innerhalb kurzer Zeit sechs Punkte beisteuerte, konnte man sich erstmals absetzen (40:28). Doch Rosenheim steckte nicht auf und verkürzte zur Halbzeit nochmals (46:37).
Auch nach Seitenwechsel war das Spiel an Spannung nicht mehr zu überbieten und entwickelte sich zu einem tollen Finale. Auf Nördlinger Seite fand Bene Thalhofer immer besser ins Spiel, ehe die Rosenheimer ein wahres Dreierspektakel ablieferten. Drei Dreier von Weigel, einer von Schmitt und der Vorsprung schmolz dahin. Die Fassungslosigkeit angesichts der unglaublichen hohen Trefferquote der Oberbayern stand den Fans sichtlich ins Gesicht geschrieben. Doch „Iceman“ Lukas Ferner blieb cool und gab seinem Team mit einem äußerst wichtigen Dreier nochmals Stabilität. Auch im letzten Viertel konnten sich die Rieser nicht mit mehr als zehn Punkten absetzen. Der offene Schlagabtausch ging weiter: Michael Dorsch mit schönen Pässen und Körben auf Nördlinger Seite, Sebastian Schmitt mit gelungenen Einzelaktionen für Rosenheim. Doch allmählich mussten die Rosenheimer dem hohen Tempo das Spiels und der dünneren Bank Tribut zollen und Nördlingen setze sich entscheidend ab. Als Joschka Ferner dann in der 38. Minute einen Dreier zum 89:74 versenkte, war die Begegnung entschieden.
Ausgelassen konnte die U14 den tollen Erfolg feiern, den man sich vollauf verdient hatte. Gerade im Finale gegen Rosenheim hatten die Nördlinger gezeigt, dass sie unter Druck bestehen und sich auch gegen bessere Teams durchsetzen können. Durch den Südbayerischen Titelgewinn haben die TSV-ler nun auch einen großen Vorteil, was die Bayerische Meisterschaft angeht: Diese wird nun in Nördlingen stattfinden. Mit dem Heimvorteil im Rücken kann hier vielleicht der nächste Titel anvisiert werden.
Für Nördlingen spielten: Michael Dorsch (16 Punkte gegen Kaufbeuren/21 Punkte gegen Schwabing/29 Punkte gegen Rosenheim), Bene Thalhofer (8/7/6), Jakob Groß (10/6/2), Simon Brunner (13/6/-), Jan Grempels (8/2/6), Johannes Raab (2/11/-), Jonathan Tritscher (6/10/2), Fabian Pfitzner (10/7/2), Georg Beyschlag (14/12/0), Moritz Babsch (-/-/0), Fabian Langseder (-/-/0), Lukas Ferner (4/17/10), David West (10/2/-) und Joschka Ferner (16/13/38).
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